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| Flow: Arbeit vs. Freizeit Würde vs. Ersetzbarkeit |
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| Viele Studien zeigen, dass Arbeitslose psychisch wie ökonomisch
leiden: Ronald Inglehart (1990) hat nahezu 170'000
Personen in 16 Nationen erfasst und kam zum Ergebnis, dass 83% der Angestellten
und 77% der Arbeiter, aber nur 61% der Arbeitslosen sich als „zufrieden“ mit
dem Leben bezeichneten. Das ist insofern interessant, als wir kulturell die Idee pflegen, dass Arbeit ein notwendiges Übel zum Zweck ist. Beides ist natürlich richtig, in diesem Zusammenhang ist es interessant zu wissen, das die Bedeutung von „Job“ eigentlich „Maschine“ ist. Jeder Job hatte ursprünglich eine Nummer und eine Aufgabenbeschreibung. Ein Ziel, das damit erreicht wurde, war die Ersetzbarkeit, klare Definition, klare Schnittstellen. Ersetzbarkeit und Würde vertragen sind schlecht. Die Pflichtenhefte sind die heutige Abbildung dieser Jobs. Für Maschinen ist das äusserst angemessen. Für Menschen weniger - oder etwas differenzierter: In Firmen im mittleren Feld sind sie angemessen. In Firmen, die zu den High-Playern, zu den Max-Performern gehören wollen, die wollen, dass Ihre Mitarbeiter das Beste geben wollen, immer wieder, dort sind sie nicht angemessen, oder anders: Dort sind persönliche Pflichtenhefte eher angemessen, solche, die der Mitarbeiter selbst geschrieben hat. Ebenso interessant ist, zu wissen, dass die meisten Flow-Erlebnisse während der Arbeit geschehen – nicht in der Freizeit. Und die in der Freizeit nicht beim chillen – entspannen, sondern im Sport, in herausfordernden Situationen. Wenn zwölfjährige etwas als „Arbeit“ bezeichnen, sehen sie es zugleich als etwas Trauriges oder Langweiliges, wenn auch Wichtiges an. Dagegen gilt ihnen das, was sie als „Spiel“ bezeichnen, als befriedigend und erfreulich und zugleich als unbedeutend [60, p.73] Mein Ziel mit Flow ist es, beides zu verbinden: Wenn Arbeit den Thrill von Spiel erhält, dann ist sie beides gleichzeitig: Wichtig und befriedigend. |
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